Der Plot

Der Kalte Krieg ist entschieden - Deutschland ist wiedervereinigt. Noch stehen russische Truppen im Osten Deutschlands - eine geschlagene Armee, in einem Land im Wandel.

Szenenwechsel: Im syrischen Teil der Golanhöhen entdeckt ein Bauer eine alte Fliegerbombe aus dem Sechs-Tage-Krieg. Ein Blindgänger. Er verkauft ihn an einen Waffenhändler, sich nicht weiter darum sorgend warum die Bombe nach all den Jahren noch Wärme ausstrahlt.

Das schlimmste aller Szenarien: Terroristen besitzen eine Atombombe. Präzise, fast leidenschaftslos skizziert Clancy die perfide Einfachheit, eine Wasserstoffbombe zu bauen - kein Problem, steht einem das spaltbare Material erst einmal zur Verfügung...

Bewertung

Das beste aller Clancy-Bücher - wahrscheinlich das beste Buch überhaupt, das ich jemals gelesen habe. Eine geniale, sich immer weiter verdichtende Story. Im Gegensatz zu "Operation Rainbow" stellt Clancy die Terroristen hier nicht als Schießbudenfiguren hin - sondern als brilliante Strategen. Und die Spannung - nun, ich habe das Buch damals Samstagabends im Wagen vor der Disko fertig gelesen - ich konnte nicht anders.

 

Der Film
Ich weiss noch nicht so recht. Ich habe den Film erst vor einer Woche gesehen (3. Juni 2002). Ben Affleck charakterisiert Ryan draufgängerischer und temperamentvoller als Baldwin (und - auf jeden Fall - als Ford). Schlecht ist das nicht, aber schlägt das ein?

Der Film wandelt das Szenario des Buches in wichtigen Stellen ab - wahrscheinlich nicht so sehr aus dem Zeitgeist heraus (Arabische Terroristen sind ja mal wieder en vogue), eher aus Zeitmangel - die 120 Minuten geben nicht genug her für den genialen mehrsträngigen Plot des Buches.

Schade, ging wohl nicht anders.

Popcorn-Kino, würde ich sagen.

 

 

 

 

 

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